Kriegs- und Friedensliteratur

Wichtige Neuerscheinungen 2007

Auf dieser Seite werden wichtige Bücher bzw. Zeitschriftenartikel aus dem Themenbereich "Krieg, Frieden, Friedenswissenschaft, Friedensbewegung" vorgestellt, wenn möglich auch rezensiert oder zumindest kurz kommentiert. Einschlägige Bücher, die uns zugesandt werden, werden umgehend in die Literaturliste aufgenommen.
Bücher anderer Jahre:
1999-2001 - 2002 - 2003 - 2004 - 2005 - 2006 - 2008 - 2009




David Harvey: Kleine Geschichte des Neoliberalismus
Rotpunktverlag, Zürich 2007, 279 S., br., 24 EUR (ISBN: 385869343x)

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Hannes Hofbauer: EU-Osterweiterung - Historische Basis, ökonomische Triebkräfte, soziale Folgen
Promedia Verlag, Wien 2007, 319 Seiten, 19,90 Euro

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Yehudit Kirstein Keshet, Checkpoint Watch. Zeugnisse israelischer Frauen aus dem besetzten Palästina.
Aus dem Englischen von Ulrike Vestring, Nautilus, Hamburg 2007, 253 Seiten, € 18.

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Rezension 1 (Raphaela Kula),
Rezension 2 (Karin Leukefeld)


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Karin Gabbert et al. (Hg.): Jahrbuch Lateinamerika 31: Rohstoffboom mit Risiken
Westfälisches Dampfboot Verlag, Münster 2007, 222 Seiten, 24,90 Euro; ISBN-10: 389691670X; ISBN-13: 978-3896916709

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Elmar Altvater/Birgit Mahnkopf: Konkurrenz für das Empire. Die Zukunft der Europäischen Union in der globalisierten Welt
Westfälisches Dampfboot, Münster 2007. 304 S., br., 24,90; ISBN: 978-3-89691-652-5

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Hanna Hacker: Norden. Süden. Cyberspace. Text und Technik gegen die Ungleichheit
Promedia Verlag, Wien 2007, 208 Seiten, € 17,90

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Herbert Berger u. Leo Gabriel (Hg.): Lateinamerika im Aufbruch. Soziale Bewegungen machen Politik
Mandelbaum Verlag, Wien, 2007, 309 S. 17,80 Euro (ISBN: 978385476-214-0)

In Lateinamerika weht ein neuer politischer Wind, das ist bekannt. Was aber verbirgt sich hinter den klingenden Namen eines Hugo Chavez, Evo Morales, Ernesto Kirchner, Luiz Inácio da Silva »Lula«, Andres Manuel López Obrador und andere? Sind sie tatsächlich die »Speerspitzen des anti-imperialistischen Widerstands« als die sie mit unterschiedlicher Bewertung die linken Bewegungen in Europa, Afrika und Asien ansehen?
Die AutorInnen des Buches gehen der These nach, dass die geopolitische Wende im Erdteil südlich des Rio Bravo auf eine Politisierung der durch Jahrhunderte unterdrückten oder instrumentalisierten Kulturen zurückzuführen ist, welche wiederum die Folge eines von der breiten Öffentlichkeit kaum registrierten Erstarkens lokaler, regionaler und national-revolutionärer Kräfte ist. Es handelt sich bei dem »Aufbruch« Lateinamerikas keineswegs um einen kurzfristig vorbereiteten »Coup« linksgerichteter Kräfte, sondern um einen tief sitzenden Wandel im politischen Bewusstsein der Bevölkerungsmehrheiten, der sich in fast allen Ländern Lateinamerikas bereits in den letzten fünfzig Jahren abgezeichnet hat.

(Klappentext)

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Gerhard Haida: Ein Tag in Lagos. Nach Erinnerungen eines DDR-Diplomaten erzählt.
BS-Verlag, Rostock 2007. 335 S., br., 19,90 EUR; ISBN 978-3-86785-005-6

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Louise Richardson: Was Terroristen wollen. Die Ursachen der Gewalt und wie wir sie bekämpfen können Übersetzt von Hartmut Schickert. Campus, Frankfurt (Main) 2007. 382 S., geb., 22 EUR; EAN 9783593383750

Die Bedrohung durch Terrorismus ist die größte gesellschaftliche Herausforderung unserer Zeit und stellt uns vor viele Fragen.Was treibt Terroristen an? Können wir sie aufhalten? Was müssen wir dazu tun? Wer den Terror verstehen will, um ihn wirkungsvoll zu bekämpfen, kommt an diesem Buch nicht vorbei.
(Klappentext)

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Naomi Klein: Die Schockstrategie - Der Aufstieg des Katastrophenkapitalismus
S. Fischer Verlag: Frankfurt a. M. 2007; 763 Seiten; Preis: € (D) 22,90, SFR 40,40; (ISBN 978-3-10-039611-2)

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Wolfgang Pomrehn: Heiße Zeiten - Wie der Klimawandel gestoppt werden kann
Papy Rossa Verlag, Köln 2007, 236 S., 16,90 EUR; Neue Kleine Bibliothek 122, ISBN 978-3-89438-371-8

Die Klimadebatte ist voll entbrannt und geht doch am entscheidenden Punkt vorbei: Es geht um den kompletten Umbau der Industriegesellschaft. Die Frage ist nicht, ob das Zeitalter von Öl, Kohle und Atomenergie zuende geht, sondern wann und wie das geschieht. Den Umbau so schnell wie möglich zu beginnen und nicht abzuwarten, bis die ökologische Krise allgegenwärtig und die ökonomische nicht mehr abzuwenden ist, darum dreht es sich. Und zugleich um die Kontrolle über die gesellschaftlichen Ressourcen: Gelingt die Umstellung der Energieversorgung oder überziehen die Stromkonzerne das Land mit neuen Kohlekraftwerken? Diktiert weiterhin die Autolobby die Verkehrspolitik? Können die Kämpfe für Klimaschutz und sinnvolle Beschäftigung miteinander verbunden werden? Wolfgang Pomrehn trägt die wichtigsten Fakten und Argumente zusammen. Er macht die physikalischen Grundlagen der Klimaprobleme verständlich, nimmt die Bedrohungsszenarien unter die Lupe und diskutiert Sackgassen und echte Alternativen.
(Klappentext)

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Stefan Hanheide: Pace. Musik zwischen Krieg und Frieden. Vierzig Werkporträts
Bärenreiter: Kassel 2007; 284 Seiten mit Notenbeispielen und Abbildungen; € 14,95 / CHF 26,90; ISBN 978-3-7618-1770-4

Verlagswerbung: Krieg ist offensichtlich ein Kontinuum der menschlichen Geschichte, immer jedoch begleitet von der Sehnsucht nach Frieden, die sich in vielfältiger Form artikuliert. Durch die Jahrhunderte trauerten auch die Komponisten in ihrer Musik um die Toten, drückten die Hoffnung auf Frieden aus, feierten Friedensschlüsse und entwarfen Bilder einer neuen Zukunft.
Stefan Hanheide stellt in seinem Buch 40 solcher Werke von der Renaissance bis ins 21. Jahrhundert in kurzen Porträts vor. Vertreten sind alle wichtigen musikalischen Gattungen von Oper und Oratorium, Symphonik und Konzert über Kammer-, Klavier- und Orgelmusik bis hin zu Chormusik und Sololied. Neben der musikalischen Gestaltung spielen historischer Hintergrund und politischer Kontext eine wichtige Rolle. Im Anschluss an die einzelnen Kapitel finden sich zu jedem Werk Hinweise zu Notenmaterial, Tonträgern sowie weiterführender Literatur und Internetseiten.
Aus dem Inhalt: Schütz: Da pacem Domine / Händel: Feuerwerksmusik / Mahler: Revelge aus Des Knaben Wunderhorn / Schostakowitsch: Leningrader Sinfonie / Krása: Brundibár / Britten: War Requiem / Tippett: A Child of our Time / Schönberg: Ein Überlebender aus Warschau / Glass: Satyagraha / Dinescu: Wie Tau auf den Bergen Zions u. v. a.
Der Autor: Stefan Hanheide (*1960) habilitierte 2003 über die politische Rezeption Gustav Mahlers. Er lehrt Historische Musikwissenschaft an der Universität Osnabrück und ist dort Mitglied im Interdisziplinären Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf Musik im Zeichen politischer Gewalt, vor allem Friedensmusiken und Antikriegskompositionen. Seit 1993 konzipiert und organisiert er die Konzertreihe musica pro pace in Osnabrück.


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Ilan Pappe: Die ethnische Säuberung Palästinas. Deutsche Erstausgabe. Deutsch von Ulrike Bischoff
Zweitausendeins, Frankfurt 2007; 19 Fotos. 416 Seiten, 22,00 €.

Klappentext:
"So etwas wie ein Palästinenservolk gibt es nicht, es hat nie existiert" (Golda Meir, 1969). Der israelische Historiker Ilan Pappe zeigt in seiner erschütternden Dokumentation, wie es der Führung des gerade gegründeten Staates Israel gelang, die arabische Bevölkerung in den Augen des eigenen Volkes und der Welt zu entmenschlichen, zu vertreiben und eigene Greueltaten zu legitimieren. "Nach unserer Vorstellung muss die Kolonisierung Palästinas in zwei Richtungen erfolgen: jüdische Ansiedelung in Eretz Israel und Umsiedlung der Araber aus Eretz Israel in Gebiete außerhalb des Landes" (Leo Motzkin, Funktionär des Zionistischen Kongresses, 1917. Eine israelische Stadt ist nach ihm benannt). "Ich bin für Zwangsumsiedlung; darin sehe ich nichts Unmoralisches" (David Ben Gurion).


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Der Preis des Krieges. Gespräche über die Zusammenhänge von Wirtschaft und Krieg, herausgegeben von Karin Bock-Leitert und Thomas Roithner
Verlag Monsenstein und Vannderdat, MV Wissenschaft, Münster, November 2007, 202 Seiten, ISBN 978-3-86582-599-5, Euro 13,80 zzgl. Porto.

Mit Andreas Zumach, Werner Ruf, Jörg Becker, Jörg Huffschmid, Birgit Mahnkopf, Elmar Altvater, Peter Strutynski, Friedrich Korkisch, Peter Lock, Gerald Mader, Jakob von Uexküll

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Yehudit Kirstein: Checkpoint Watch. Zeugnisse israelischer Frauen aus dem besetzten Palästina. Mit einem Vorwort von Amira Hass
Edition Nautilus, Hamburg 2007, 253 Seiten, 18 Euro; ISBN 978-3-89401-555-8

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Ralph-M. Luedtke, Peter Strutynski (Hrsg.): Von der Verteidigung zur Intervention. Beiträge zur Remilitarisierung der internationalen Beziehungen
Kassel: Jenior Verlag 2007, Kasseler Schriften zur Friedenspolitik Bd. 14, 240 Seiten, EUR 15,- (ISBN 978-3-934377-21-9)

Weitere Informationen: Inhalt und Vorwort

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Zvi Yavetz: Erinnerungen an Czernowitz. Wo Menschen und Bücher lebten
C. H. Beck Verlag: München 2007, Gebunden, 255 Seiten, 24,90 EUR; (ISBN 3406557473)

Klappentext
Die Geschichte der Stadt Czernowitz und ihrer Menschen ist die Geschichte einer einzigartigen Kulturmetropole, die zum Symbol für das lange Zeit friedliche Zusammenleben von Ukrainern, Rumänen, Polen, Ruthenen, Juden und Deutschen wurde, ehe der Zweite Weltkrieg und die Verbrechen der deutschen Besatzer die kulturelle Blüte der Stadt ein für allemal zerstörten. Zvi Yavetz, Professor emeritus für Alte Geschichte an der Universität Tel Aviv, schildert seine Kindheit und frühe Jugend in Czernowitz. Geboren 1925 als Sohn jüdischer Eltern, wuchs er in einer Zeit des Umbruchs auf, als die "alte Welt" der k.u.k. Monarchie, in der ein bewegtes literarisches Leben, das Miteinander von Sprachen und Völkern den Alltag in Czernowitz prägten, sich ihrem Ende zuneigte. Er beschreibt das Zusammenleben, aber auch die Unterschiede der geistigen Heimat der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen. Vor den Augen des Lesers entsteht so das Bild einer längst vergangenen Welt, einer Kulturmetropole.


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Domingo Faustino Sarmiento: Barbarei und Zivilisation. Das Leben des Facundo Quiroga
Aus dem Spanischen von Berthold Zilly. Eichborn. 456 S., geb., 28,50 EUR., ISBN: 3821845805

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Helmut Volger (Hrsg.): Grundlagen und Strukturen der Vereinten Nationen
München/Wien: R. Oldenbourg Verlag 2007, 576 S., ISBN 978-3-486-58202-4

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Ellen Rohlfs: "Nie wieder!" Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina?
Selbstverlag, 182 S., br., 10 EUR. (Zu beziehen über: Ellen.Rohlfs@freenet.de)

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Wolfgang Wippermann: Agenten des Bösen. Verschwörungstheorien von Luther bis heute
Be.bra Verlag, Berlin. 208 S., geb., 19,90 EUR; ISBN: 3898090736

Klappentext
Von den Anschlägen vom 11. September 2001 über die Klimaverschlechterung bis zur Wirtschaftskrise ? überall werden Verschwörungen vermutet. Warum haben Verschwörungsideologien heute Hochkonjunktur? Weil wir in einer »Krisenzeit« leben? Doch schon in der Vergangenheit lenkte man von den Ursachen solcher Krisen auf etwas anderes ab. Man machte Juden, aber auch Hexen, Freimaurer und Illuminaten, Sozialisten und Kommunisten wie neuerdings Islamisten zu Sündenböcken und beschuldigte sie der Verschwörung. Im Mittelpunkt aller Verschwörungsideologien von den Anfängen bei Martin Luther bis heute stand der Teufel. Er und seine Agenten wurden und werden für alles Böse verantwortlich gemacht, das »guten Menschen« widerfährt.

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Stephen Grey: Das Schattenreich der CIA. Amerikas schmutziger Krieg gegen den Terror
DVA, München. 430 S., br., 17,90; ISBN 3421042268

Klappentext
aus dem Englischen von Hans Freundl und anderen. Nach dem 11. September 2001 erklärten die USA den "Krieg gegen den Terror". Eine Schlüsselrolle spielt dabei der Geheimdienst CIA, der von der Regierung freie Hand für seine Operationen erhielt. Der Journalist Stephen Grey fand heraus, wie die CIA Terrorverdächtige systematisch in befreundete Länder verschleppt, wo von den USA überwachte Gefängnisse existieren und Häftlinge brutalen Verhören und Folter ausgesetzt werden. Die Arbeitsteilung hat Methode, denn diese Vorgänge entziehen sich in Ländern wie Syrien und Usbekistan der Kontrolle der Öffentlichkeit. Grey stützt sich für seine Darstellung auf die Aussagen von ranghohen amerikanischen Regierungs- und Geheimdienstmitarbeitern, von CIA-Agenten, Diplomaten und Geheimdienstlern verschiedener Länder sowie Betroffenen. Ihm liegen darüber hinaus geheime Unterlagen über die CIA-Flüge vor.

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EAK (Hrsg.): Nein zu Krieg und Militär – Ja zu Friedensdiensten. 50 Jahre evangelische Arbeit für Kriegsdienstverweigerer
Bremen 2007, 400 Seiten, ISBN 978-3-924644-37-6, 10,00 €/Stck. zzgl. Versand, ab 5 Exemplare 6,00 €/Stck;
Bezug: EAK, Wachmannstr. 65, 28209 Bremen, www.eak-online.de oder im Buchhandel

Das bebilderte Buch informiert in vier Kapiteln über:
I. Aktuelle Aufgaben und Herausforderungen, die Entscheidung zur Kriegsdienstverweigerung als biografischen Ansatzpunkt für gewaltfreies Handeln wahrzunehmen.
II. Themen und Arbeitsfelder, die Erinnerungen, Analysen und Hoffnungen skizzieren, die mit dem Einsatz für den persönlichen Gewaltverzicht verbunden sind.
III. Friedensethische und friedenspolitische Implikationen der Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen (Dokumentation des EAK-Studientags 2006 in Münster.)
IV. Dokumente und Stellungnahmen aus 50 Jahren kirchlicher Arbeit für Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistende.


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Michael Berndt: Die "Neue Europäische Sicherheitsarchitektur". Sicherheit in, für und vor Europa?
VS Verlag: Wiesbaden 2007. 256 S. Mit 18 Abb. Br.; EUR 34,90; (ISBN: 978-3-531-15585-2)

Michael Berndt, Mitglied der AG Friedensforschung an der Uni Kassel, untersucht die Frage, wie von 1990 bis 2004 zwischen EU/WEU, NATO und KSZE/OSZE zentrale konsensuale Merkmale (Bedrohungsdefinition, Europaverständnis, Definition von Gewalt als Mittel der Bedrohungsabwehr) einer Europäischen Sicherheitsarchitektur konstruiert wurden. Nach einer Diskussion des Forschungsstandes und der Skizzierung des theoretischen Ansatzes wird über eine Analyse von Dokumenten der drei Organisationen herausgearbeitet, dass eine wesentliche Einsicht aus der Zeit des Ost-West-Konfliktes in der aktuellen politischen Diskussion zunehmend an Relevanz verliert: Sicherheit ist nur mit dem Gegner zu erreichen.

Aus dem Inhalt
Frieden als normativer Leitbegriff - Die Neo-Gramscians - Stationen der "Neuen Europäischen Sicherheitsarchitektur" - Neuordnung des Institutionengeflechts im Schatten des Bosnien-Krieges (1990-1995) - Die "Neue Europäische Sicherheitsarchitektur" zwischen globalem (Anti-)Terror- und regionalem Irak-Krieg 2001-2003 - Securitization, violatization und identitization/orderization in der "Neuen Europäischen Sicherheitsarchitektur" u.a.


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Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (Hg.), Projektleiter: Ronald H. Tuschl: Krisenherd Naher und Mittlerer Osten. Eine Region am Rande des Flächenbrands mit realistischer Friedensperspektive? Friedensbericht 2007
LIT Verlag: Münster-Hamburg-Berlin-Wien-London-Zürich, 2007, 264 S., 9.80 EUR, br., ISBN 978-3-8258-0138-0

Welche Ursachen, Folgen und Wirkungen haben die jeweiligen Konfliktherde rund um den angeblichen Kernkonflikt Israel/Palästina? Bleibt die Region ein Pulverfass oder gibt es eine Chance auf eine langfristige Lösung? Wird es dem Libanon gelingen, seine multiethnische Gesellschaft befrieden zu können? Gibt es für den vom Bürgerkrieg erschütterten Irak eine Hoffnung auf eine demokratische Zukunft? Droht der iranischen Führung ein ähnliches Schicksal wie dem Diktator Saddam oder ist dieses Land ein Faktor für Stabilität und Frieden in dieser Region? Welche Rolle nehmen internationale Akteure wie die EU oder die USA bei einer kurz-, mittel- und langfristigen Lösung des regionalen Konflikts ein? Welche Rolle spielen dabei die regionalen und internationalen Medien als meinungsbildende Faktoren in dieser Konfliktregion und welcher Mittel bedienen sich Israelis und Araber im Informationskrieg?
All diesen Fragen wurde auf der diesjährigen State-of-Peace-Konferenz 2007 in Stadtschlaining auf den Grund gegangen, um friedenspolitische Antworten auf den Krisenherd Naher und Mittlerer Osten geben zu können.

Hier geht es zu einem Beitrag aus dem Buch: "Wohin treibt die Nahostpolitik der Europäischen Union?"


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Germán Muruchi Poma: Evo Morales - die Biografie
Übersetzung aus dem Spanischen von Erik Engelhardt. Militzke Verlag: Leipzig 2007, 356 Seiten, 150 s/w-Abb. und ca. 50 Farbtafeln, Karten, Grafiken und Illustrationen; € 29,90 / sFr 50,50; ISBN 9783861897729

Das Werden und Wirken des Evo Morales, seine Moral, Weltsicht und Zielsetzung in ursächlichem Zusammenhang mit dem Leben und der Geschichte seines Volkes beschreibt der in Leipzig lebende bolivianische Wirtschaftswissenschaftler Dr. Germán Muruchi Poma in einer reich illustrierten, informativen und repräsentativ gestalteten Biografie. Der Militzke-Verlag stellte das Werk auf der Leipziger Buchmesse vor und gab dabei bekannt, dass ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf des Buches für Hilfsprojekte in Bolivien gespendet werden.

Hier geht es zu einer Besprechung: Ein Lob des Compañero Presidente

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Vandana Shiva: Erd-Demokratie – Alternativen zur neoliberalen Globalisierung.
Rotpunktverlag, Zürich 2007. 300 S., br., 19,80 EUR.

Hier geht es zu einer Besprechung: Etappensiege

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Rolf Gössner: Menschenrechte in Zeiten des Terrors
Konkret Literatur Verlag, Hamburg 2007. 288 S., br., 17 EUR.

Hier geht es zu einer Besprechung: Die Lügen der Matadoren

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Gilbert Achcar / Michael Warschawski: Der 33-Tage-Krieg. Israels Krieg gegen die Hisbollah im Libanon und seine Folgen
Edition Nautilus, Hamburg 2007. 94 S., br., 10,90 EUR

Hier geht es zu einer Besprechung: Wann endlich hört das auf?

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Choe Hyondok, Lutz Drescher, Rainer Werning (Hg.): Korea. Entfremdung und Annäherung. Korea auf dem Weg zur Einheit
Papyrossa Verlag: Köln 2007, 164 Seiten; 26 SFr, 16 EUR; (ISBN 3894383577)

15 Jahre nach der deutschen Vereinigung durchzieht die koreanische Halbinsel noch immer eine "Mauer", die undurchlässiger ist, als es jene in Berlin jemals war. Unter George W. Bush verschärft Washington seinen Konfrontationskurs gegen den Norden, die Demokratische Volksrepublik Korea, in einer Weise, die an den Kalten Krieg gemahnt. Die Regierungen in Pyöngyang und Seoul verfolgen seit Jahren dennoch eine sogenannte "Sonnenscheinpolitik", um die Kluft zwischen beiden Gesellschaften und den Menschen diesseits wie jenseits des 38. Breitengrades zu überwinden. Renommierte Koreaexperten schildern aus der Sicht von Friedensforschung, Diplomatie, Menschenrechten, Kirchen sowie der Wirtschafts- und Militärpolitik die Probleme, die diesen Annäherungsprozeß kennzeichnen. (Klappentext)

Hier geht es zu einer Besprechung: "Beziehungsgeschichten" von Pit Wuhrer

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Matthias Krauß: Völkermord statt Holocaust. Jude und Judenbild im Literaturunterricht der DDR.
Anderbeck Verlag, Leipzig 2007, 203 S., br., 14,80 EUR (ISBN-10: 3937751394; ISBN-13: 978-3937751399)

Auch wenn es in der DDR den Begriff "Holocaust" nicht gab, beschäftigten sich bereits Schüler intensiv mit dem Thema der Judenverfolgung im Dritten Reich. Matthias Krauß hat sich viele Jahre mit der Thematik Jude und Judenbild in der DDR befasst und gibt Antworten auf die Fragen: Welches Bild vom Juden wurde in der DDR gezeichnet? Welche Rolle spielten jüdische Autoren in der Schule, was waren das für Menschen? Was wurde damals über diese Künstler berichtet, was verschwiegen? Wie schilderten sie selbst das Thema Juden in Deutschland? Was schilderten sie außerdem? Unter welchem Blickwinkel wurden damals ihre Werke betrachtet, was wäre heute zu ergänzen? In welchem Umfeld und unter welchen Bedingungen waren diese Werke entstanden? Matthias Krauß geht aber auch über das Thema "Holocaust" hinaus und zeigt, wie Juden in der späteren DDR lebten, sich in die gesellschaftlichen Gestaltungsprozesse einbrachten oder sich in Nischen zurückzogen. (Klappentext)

Hier geht es zu einer Besprechung: "Den Völkermord benannt"

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Daniele Ganser: Die Kubakrise. UNO ohne Chance
Kai Homilius, Berlin 2007. 248 S., geb., 19,90

Hier geht es zu einer Besprechung: "Ohnmächtige UNO"

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Sascha Müller-Kraenner: Energiesicherheit. Die neue Vermessung der Welt
Kunstmann-Verlag: München 2007, 240 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 19.90 EUR (ISBN 978-3-88897-470-0)

Beim Run auf die letzten Energieressourcen wird derzeit die Welt neu vermessen. Die internationalen Machtverhältnisse verschieben sich entlang der Frage, wer die Ressourcen und den Zugang zum Weltmarkt kontrolliert. Das neue Sorgenkind der Weltgemeinschaft heißt Energiesicherheit. Der Begriff meint nicht nur die sichere und bezahlbare Versorgung mit Energie, sondern eine Politik, die im Kampf um Rohstoffe nicht neue Konflikte schafft und die Umwelt schädigt. Was bedeutet es, wenn Russland die neue Erdgaspipeline durch die Ostsee führen will, über Meeresboden, in dem die Giftgasgranaten zweier Weltkriege liegen? Gibt es eine Alternative zu der gefährlichen Großmachtpolitik, die Länder wie China, die USA und Russland derzeit verfolgen? Als Antwort auf die weltweite Energiekrise plädiert Müller-Kraenner für eine kooperative Energiepolitik im europäischen Rahmen, die unsere Wirtschaft mit Energie aus unterschiedlichen Quellen versorgt: bezahlbar, umweltfreundlich, sicher.
(Aus der Verlagsbeschreibung)

Hier geht es zu einer Besprechung: "Kampf um Ressourcen ..."

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Jason Burke: Reise nach Kandahar. Unterwegs in den Krisengebieten der islamischen Welt
Patmos: Düsseldorf 2007, 319 S., geb., 24,90 EUR (ISBN-10: 3491360064; ISBN-13: 9783491360068)

Afghanistan, Pakistan, Irak, Kaschmir, Malaysia - das sind einige der Stationen einer über fünfzehn Jahre dauernden Reise. In Hunderten von Begegnungen mit Guerillakämpfern, Mullahs, Selbstmordattentätern, Staatsministern, Sufi-Lehrern, Spionen, Flüchtlingen sowie westlichen Soldaten zeichnet Jason Burke ein Panorama der Brennpunkte der islamischen Welt. In eindrücklichen Stimmungsbildern erkundet er Menschen und ihre Orte - ob in den unwirtlichen Gegenden des Hindukusch, den zerbombten Vororten Basras, den religiösen Pilgerstätten nahe Islamabads oder in kurdischen Militärcamps. Hier lernt er Borniertheit und Toleranz, Hass und Freundschaft der "islamischen Welt" aus erster Hand kennen. Er zeigt eine Weltregion mit all ihren Widersprüchlichkeiten, ihren Mythen und Ideologien. Ein faszinierender Bericht, der die Wurzeln der Gewalt, die politische Rolle des Islam und die Motive einer Radikalisierung, aber auch die Perspektiven für eine Strategie gegen den islamistischen Terror erklärt.
Ein einfühlsamer, von großer Menschlichkeit getragener Reisebericht mit vielen Hintergrundinformationen. (Verlagsankündigung)
Hier geht es zu einer Besprechung: "Kandahar – eine Geisteshaltung"


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Anita Fabig und Kathrin Otte (Hrsg.): Umwelt, Macht und Medizin. Zur Würdigung des Lebenswerks von Karl-Rainer Fabig. Redaktion: Margarete Tjaden-Steinhauer, Karl Hermann Tjaden
Verlag Winfried Jenior, Kassel 2007, (erscheint im März); 325 S., brosch., € 18,- (ISBN: 978-3-934377-24-0)

Subskription:
Preis bei Subskription (über den Buchhandel oder den Verlag) bis 15. Mai 2007: € 15,-
Weitere Hinweise und Inhaltsverzeichnis: >>>> hier! <<<<



Zu Büchern, die 2006 erschienen sind

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