Friedensbewegung, 21.01.2003 (Friedensratschlag)
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Kooperation für den Frieden gegründet:

Friedensorganisationen wollen enger zusammenarbeiten

Im Folgenden dokumentieren wir eine Pressemitteilung, die wir am 21. Januar erhielten.

Pressemitteilung Eine Kooperation für den Frieden gründeten am 18. Januar in Bonn Vertreterinnen und Vertreter von Friedensorganisationen. Mit dieser Initiative wollen sie ihre Zusammenarbeit vertiefen, um friedenspolitische Themen besser in der Öffentlichkeit zu platzieren. Weitere Organisationen, die die gemeinsame Grundsatzerklärung unterstützen, sind als Mitwirkende willkommen.

Als erste gemeinsame Aktion verständigten sich die Anwesenden auf eine Kampagne gegen den drohenden Irakkrieg. Die Organisationen fordern ihre Mitglieder und UnterstützerInnen auf, jetzt zahlreich gegen den Irakkrieg aktiv zu werden, z.B.
  • beim europaweiten Aktionstag am 15. Februar an der bundesweiten Demonstration in Berlin sowie den vielfältigen lokalen Protesten teilzunehmen
  • sich an den Aktionen der Kampagne RESIST zu beteiligen
  • US-Militärangehörigen und Bundeswehrsoldaten zu unterstützen, die sich völkerrechtswidrigen und illegalen Befehlen widersetzen,
  • sich an den Protestaktionen anläßlich der so genannten Sicherheitskonferenz in München sowie an kirchlichen Friedensaktivitäten zu beteiligen.
Es gehe jedoch über den kurzfristigen Protest hinaus darum, in einem längerfristigen Prozess konkrete Alternativen zu der herrschenden Außenpolitik, die auch auf militärische Gewalt setzt, und Strategien für die Durchsetzung friedenspolitischer Forderungen zu entwickeln. Die beteiligten Organisationen werden sich daher mit den Zusammenhängen zwischen Frieden, globaler (Un-)Gerechtigkeit und nachhaltiger Wirtschaftsweise befassen und in Kontrast zu den geplanten neuen Verteidigungspolitischen Richtlinien der Bundesregierung eigene friedenspolitische Richtlinien entwickeln.

Die Beteiligten planen gemeinsam politische Stellungnahmen herauszugeben, Kampagnen durchzuführen und Empfehlungen für die Friedensarbeit zu veröffentlichen. Für den Herbst soll zu einer Strategiewerkstatt eingeladen werden, in der ausgehend von einem "Markt der Ideen" gemeinsame Aktionen und Kampagnen entwickelt werden. Auf einer Vollversammlung im Mai soll ein dreiköpfiger SprecherInnenkreis gewählt werden, der die Kooperation nach außen vertreten wird.

Der Kooperation für den Frieden gehören zurzeit folgende Organisationen an:

Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF),
Aktionskreis für den Frieden, Erfurt,
Bund demokratischer WissenschaftlerInnen (BdWi),
Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion, KURVE Wustrow,
Bund für Soziale Verteidigung (BSV),
Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG/VK),
EUCOMmunity,
Friedensrat Müllheim,
IPPNW, Deutsche Sektion der internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung,
Komitee für Grundrechte und Demokratie,
NaturwissenschaftlerInnen-Initiative Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit"
Netzwerk Friedenskooperative,
Pax Christi – Deutsche Sektion,
Versöhnungsbund
Werkstatt für gewaltfreie Aktion, Baden.

Als (erste) Kontaktperson der Kooperation wurde Jan Gildemeister (AGDF) benannt (Tel. 0228/24 999-13)


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